Erfahrungsbericht SQL Server Analysis Services Tabular Model

Ich muss leider zugeben, dass ich nicht der bekennende Cube / MDX Junkie bin, aber die Analysis Services faszinieren mich immer wieder. Auch bin ich der Meinung, dass sie von den meisten SQL Server Benutzern vollkommen unterschätzt werden. Vor allem möchte ich die Möglichkeiten des Data Minings hervorheben. Hier werde ich mich aber mal zu meinen Erfahrungen mit dem Tabular Model auslassen. Mit dem SQL Server 2012 ist in den Analysis Services die Alternative zu den klassischen Cubes in der Form von Tabular Models hinzugekommen.

Der Entwickler klassischer Cubes fragt sich natürlich gleich was das soll. So erging es mir am Anfang auch. Nach einigen praktischen Erfahrungen bin ich aber doch ein recht großer Fan von Tabular Models geworden. Vor allem die Programmierung mit DAX hat es mir angetan. Hier fühle ich mich eher zu Hause als in der Modellierung von klassischen Cubes. Vor allem möchte ich aber hervorheben, dass hier endlich eine Möglichkeit gegeben wurde mit den Fachanwendern auf gleicher Ebene zu sprechen. So kann mit einem Controller sehr gut über Power Pivot in Excel gesprochen werden.

Power Pivot ist nichts anderes als ein Tabular Model. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass Power Pivot in Excel (und damit lokal) verwendet wird, während ein Tabular Model auf einer Analysis Services Instanz läuft. Ein Power Pivot-Modell kann in ein Tabular Model überführt werden (alternativ kann es auch als Power Pivot in SharePoint verwendet werden). Damit ist es endlich möglich mit dem Fachanwender statt über Kennzahlen und Dimensionen in seiner Sprache zu sprechen. Gerade im Bereich Controlling kann eine Power Pivot Vorlage hervorragend als Diskussionsgrundlage dienen. Microsoft unterteilt die verschiedenen Möglichkeiten der Modellierung nach Personal BI, Team BI und Corporate BI (siehe folgende Grafik).

Als Fazit zum Tabular Model halte ich mal fest, dass es sicherlich bei Security, Partitionierung und auch noch weiteren Themen Luft nach oben gibt. Die nachfolgenden Versionen der Analysis Services Tabular Model wollen aber ja auch noch etwas bieten….

mm
Martin Kopp
Martin Kopp ist Gründer und Geschäftsführer der arelium. Er ist als Berater, Projektleiter, Architekt und Entwickler im BI-Umfeld tätig. Seine Projekterfahrung umfasst den kompletten Lebenszyklus, von der Anforderungsanalyse, dem Moderieren von Workshops, der Entwicklung und der Schulung von Anwendern. Weiterhin verfügt er über umfangreiche Erfahrung im Aufbau eines Big Data Hadoop Clusters auf der Hortonworks Plattform.

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