SQL Schulung mal anders

Am 15.10. bestritt ich meine Premiere als Sprecher auf der Veranstaltung „SQLdays 2019“ in der Stadthalle Erding. Mit zwei Kollegen, die als Teilnehmer ihr Wissen rund um den SQL Server von Microsoft ausbauen wollten, war ich mit zwei eigenen Vorträgen nach Bayern gereist. Die Veranstaltung war sehr gut organisiert. Man konnte aus vier gleichzeitig angebotenen Sessions mit den unterschiedlichsten Themenschwerpunkten sein Lieblingsgebiet wählen. Egal ob Administration, Entwicklung, die neueste Cloud-Technologie oder bspw. die Sicherheit – für jeden war etwas Passendes dabei…

Großer Andrang aufgrund des Themas

Als Neuling unter den Sprechern ist es schon schwierig überhaupt einen Fuß in die Türe zu bekommen. Die Standardthemen sind oft mit bekannten Speakern besetzt. Diese reichen mit großem Vorlauf ihre Vorträge ein und sind eine relativ sichere Bank für die Veranstalter. Um so erfreuter war ich, als die Zusage für meinen Beitrag „die extra harten Kopfnüsse mit T-SQL geknackt“ bekam. Ich hatte mir extra ein Gebiet ausgesucht, das sich nicht allzu nah an einem Microsoft-Kurs aus der Standardreihe orientiert. Ein Beispiel wäre hier ein neues Feature des SQL Servers, das mit all seinen Facetten erläutert wird. Die Resonanz auf der Konferenz bestätigt diese Wahl eindrucksvoll. Spätestens als der Veranstalter begann zusätzliche Stühle in den ohnehin nicht gerade kleinen aber überfüllten Vortragsraum zu bringen, ging der Puls doch etwas nach oben. Wie sich nach dem Vortrag im Gespräch mit Teilnehmern rausstellte, waren diese schon lange auf der Suche nach dieser Art von Fortbildung. Daher waren sie gerne bereit sich auf eine Herausforderung der etwas anderen Art einzulassen. Ich wollte eine SQL Schulung mal anders darstellen.

SQL Basics für Fortgeschrittene

Eine Stunde lang konfrontierte ich über 90 motivierte Zuhörer mit kniffeligen Abfragen und leicht zu verstehenden aber schwierig umzusetzenden Abfragerätseln. Dabei witzelte ich mich durch unzählige Beispiele. Der lockere Vortragsstil und die offene Art der Zuhörer ergab einen munteren Schlagabtausch. Auf dieser Basis wurden SQL-Techniken für (deutlich) Fortgeschrittene quasi „nebenbei“ vermittelt. Ich hatte mir extra aus dem familiären oder beruflichen Umfeld einige Situationen herausgesucht. Mit ihrer Hilfe konnte ich schwierige Fragestellungen wie das Teilsummenproblem  oder die berühmten „Islands and Gaps“  leicht erklären.

Bestehende Vorkenntnisse mit Spaß vertiefen

Die Idee, die Teilnehmer damit herauszufordern, dass zuerst die Aufgabe nur grob angedeutet wurde und ich provokativ gefragt habe, wer sich den zutrauen würde, eine von einem Taschengeldempfänger beschriebene Aufgabe durch die Formulierung einer Abfrage auf eine einzige Tabelle mit nur zwei Spalten und nur 16 Datensätze zu formulieren, hat dabei für einige Lacher gesorgt. Denn kaum waren nahezu alle Hände oben habe ich die konkrete Aufgabe enthüllt und die selbe Frage nochmal gestellt. Zu diesem Zeitpunkt wurde den Teilnehmern dann klar, dass die Abfrage deutlich komplizierter werden würden…

Vortragender Torsten Ahlemeyer

Mit Zweitthema Tiefenkenntnisse demonstrieren

Für meinen zweiten Beitrag am nächsten Tag wurde ich dann spontan aufgrund der hohen Nachfrage des Vortages auf den großen Saal umgebucht. Somit durfte ich in großzügigeren Räumlichkeiten und mit Mikrofonanlage sprechen. Es war die letzte Session der Konferenz und etliche Teilnehmer hatten schon den Heimweg angetreten hatten, Trotzdem war die Veranstaltung mit 61 Interessierten ebenfalls extrem gut besucht. Das Thema „Die Algorithmen hinter Facebook, XING und den Navigationsgeräten mit dem SQL Server nachgebaut“ war inhaltsbedingt etwas theoretischer. Dank praxisnaher Beispiele gelang es aber problemlos die Hintergründe der Graph-Datenbanken zu vermitteln. Am Ende waren die Teilnehmer beeindruckt, welche simplen Werkzeuge Microsoft zur Verfügung stellt, um beziehungsreiche Datenverknüpfungen effizient anzulegen und abzufragen.

Fortsetzung definitiv erwünscht

Der Versuch einer Sprechertätigkeit hat mir viel Spaß gemacht. Die positive Resonanz der Teilnehmer und das gute Feedback der Sprecherkollegen haben mich in dem eingeschlagenen Kurs bestärkt. Einige Teilnehmer haben mir schon Ideen für eine Fortsetzung der Kopfnuss-Session geliefert. Somit ist meine Motivation sehr hoch eine Version 2.0 zu liefern. Andere Konferenzanbieter sind auf mich aufmerksam geworden. Daher habe ich  für Veranstaltungen wie das Datagrillen in Lingen, die SQL Server Konferenz in Darmstadt oder dem SQL Saturday Rheinland  bereits Sessions eingereicht. Als nächstes halte ich die oben genannten Beiträge erst mal im Rahmen der PASS-Regionalgruppen Rhein/Main und Rheinland sowie auf den IT-Tagen in Frankfurt.

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Torsten Ahlemeyer

Torsten Ahlemeyer

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